Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und konservative Wirbelsäulenbehandlung


Standort Mühlhausen

Die Weiterbildungsermächtigung für die Fachrichtung Orthopädie und Unfallchirurgie von Herrn Chefarzt Dr. med. Jens Moor und Herrn Prof. Dr. med. Hans-Michael Klinger (Standort Mühlhausen) beträgt 48 Monate (volle Weiterbildungsermächtigung).
Die Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzweiterbildung spezielle orthopädische Chirurgie beträgt 36 Monate (volle Weiterbildungsermächtigung). 

Unsere „Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und konservative Wirbelsäulenbehandlung“ ist spezialisiert auf die operative und konservative Behandlung aller Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule, beginnend mit dem Übergang des Kopfes zur Halswirbelsäule bis hin zum Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Becken.

Eingeschlossen in die angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Wirbelsäule sind die Bandscheibenvorfälle, degenerative Erkrankungen, der verengte Rückenmarkkanal (Spinalkanalstenose), Wirbelsäulenverbiegungen (Skoliose, Kyphose, Kyphoskoliose), Entzündungen (Spondylitis), Tumoren, das Wirbelgleiten (Spondyloisthese) und die Operationen der kindlichen Wirbelsäule.

Seit über 20 Jahren haben wir viele Erfahrungen mit solchen Behandlungen und Operationen gesammelt.

Philosophische Grundsätze unseres Handelns

Wir wenden uns Ihnen stets fachlich kompetent und freundlich zu. Pflege und Ärzte arbeiten als ein Team – Hand in Hand. Jeder Einzelne von uns ist immer für Sie zuständig. Wir vertreten ein ganzheitliches Behandlungsprinzip und tragen damit dazu bei, dass Sie die erforderliche konservative oder operative Therapie möglichst schonend erleben.

Die konservative Therapie hat, wenn es möglich ist, gegenüber der Operation den Vorrang.

Zum Einsatz kommen bei allen Operationen schonende und - wenn möglich - minimalinvasive Operationsmethoden, wobei wir uns auf modernste Technik stützen können. Mikrochirurgische Techniken (Op-Mikroskop oder Lupenbrille) werden bei allen Eingriffen im Spinalkanal, am Rückenmark und an den Nervenwurzeln angewendet.

Die biologische Wiederherstellung der Wirbelsäule ist eine wichtige Voraussetzung, um gute Operationsergebnisse zu erreichen. Deshalb verwenden wir bei den Versteifungsoperationen vorwiegend patienteneigenen Knochen, da hierdurch die Einheilung und der knöcherne Aufbau der Wirbelsäule und damit die dauernde Stabilität am sichersten zu erreichen ist.

Zu unseren Prinzipien gehört auch, dass wir dort, wo es möglich ist, Implantate aus körperfreundlichem Material (Titan) verwenden. Dadurch ist auch die spätere bildgebende Untersuchung mit dem MRT besser durchführbar. Die Patientensicherheit ist ebenfalls größer.

Wir gehen zurückhaltend mit den Röntgenstrahlen um. Wenn möglich, untersuchen wir die Wirbelsäule mit dem MRT und nicht mit dem CT. Allerdings ist das CT nicht immer zu vermeiden. Im Operationssaal helfen uns die über 20-jährigen Operationserfahrungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule und die genaue Kenntnis der Anatomie, die nötigen Verschraubungen und Implantate mit geringer Röntgenbelastung einzubringen.

Wir operieren blutsparend.

Es ist uns wichtig, die Bewegungsfähigkeit der Wirbelsäule, wo immer es geht, zu erhalten. Deshalb wird in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft, ob die Zahl der zu versteifenden Wirbelsäulensegmente reduziert werden kann oder ob die Bewegungsfähigkeit der Abschnitte der Wirbelsäule zum Beispiel mit „künstlichen Bandscheiben“ erhalten bleiben kann.

Wir wollen Ihre Schmerzen mindern und Ihre Mobilität erhalten, wiederherstellen oder verbessern.

Zusammenfassend wollen wir Ihnen mit unserer Behandlung einen Teil der Lebensqualität zurückgeben, die bei den Erkrankungen der Wirbelsäule verloren geht.

Nicht immer muss ein Krankenhausaufenthalt erfolgen. Wir arbeiten mit den niedergelassenen Ärzten und Ihrem Hausarzt eng zusammen. Wir bieten unseren Patienten aber auch eine ambulante Beratung und Versorgung an, wenn die Krankheit es zulässt. Gern informieren wir Sie über die Möglichkeiten einer solchen Behandlung.

Medizinisches Leistungsspektrum

Das medizinische Leistungsspektrum umfasst die konservative und operative Behandlung aller angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Wirbelsäule.

Operative Behandlung der Wirbelsäule

Es wird von allen hinteren und vorderen Zugängen aus an allen Abschnitten der Wirbelsäule je nach Bedarf und Notwendigkeit operiert. Die Übergänge vom Kopf zur Halswirbelsäule und von der Lendenwirbelsäule zum Becken sind ebenso eingeschlossen wie die Operationen durch den Mund (transoraler Zugang zur Halswirbelsäule).

Moderne Anästhesieverfahren und die Fortschritte der intensivmedizinischen Betreuung nach einer Operation machen es heute möglich, auch viele ältere Patienten mit Vorerkrankungen des Herzens und der inneren Organe erfolgreich zu operieren.

Unser operatives Spektrum umfasst:

  • mikrochirurgische Bandscheibenoperationen an allen Abschnitten der Wirbelsäule (Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule)
  • Operation der Rückenmarkkanalverengung (Spinalkanalstenose)
  • degenerative Wirbelsäulenerkrankungen einschließlich Versteifungsoperationen (Spondylodesen)
  • degenerative Lumbalskoliose
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthese) und komplettes Abgleiten der Lendenwirbelsäule vom Becken (Spondyloptose)
  • Wirbelsäulendeformitäten und Tumoren der Wirbelsäule bei Kindern
  • frische Frakturen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule und Korrekturen der Wirbelsäule bei alten, in Fehlstellung verheilten Frakturen
  • Tumoroperationen und Operationen von Tumorabsiedlungen (Metastasen) der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule auch unter Einbeziehung des Kopfes
  • Wirbelkörperersatzoperationen bei Tumoren und Metastasen
  • Kyphoplastie und Vertebroplastie bei osteoporotischen Frakturen, aber auch bei Tumorabsiedlungen
  • Operation der Wirbelsäuleninfektionen (Spondylitis)
  • Skoliosen und andere angeborene oder erworbene Deformitäten der Wirbelsäule in dorsalen und ventralen Verfahren - je nach Erkrankung
  • zervikale Myelopathie
  • rheumatische Instabilitäten der Halswirbelsäule und Korrekturoperationen bei M. Bechterew
  • künstliche Bandscheiben

Konservative Behandlung der Wirbelsäule

Nicht immer ist eine Wirbelsäulenoperation nötig.

Die konservative Behandlung von Schmerzen der Wirbelsäule, ausstrahlenden Schmerzen oder Gefühlsstörungen in Armen und Beinen und die Behandlung der Osteoporose mit und ohne Wirbelkörperfrakturen gehören genauso zu unserem Behandlungsspektrum wie die konservative Behandlung der Skoliose, der sonstigen Deformitäten der Wirbelsäule und der Muskelfunktionsstörungen.

Unser konservatives Behandlungsspektrum umfasst:

  • manuelle Therapie aller Abschnitte der Wirbelsäule und der Gelenke
  • Facettenblockaden der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule - röntgenstrahlensparend oder röntgenstrahlenfrei
  • medikamentöse Schmerzbehandlung
  • Behandlung der Osteoporose der Wirbelsäule
  • physikalische Therapie
  • stabilisierende und mobilisierende Krankengymnastik und Wassergymnastik
  • konservative Behandlung der Skoliose einschließlich Korsettbehandlung bei Kindern
  • konservative Behandlung der sonstigen kindlichen Wirbelsäulendeformitäten und der Haltungsstörungen
  • konservative Behandlung der Wirbelsäuleninfektionen - falls eine Operation nicht nötig ist
  • Korsettbehandlung und Miederbehandlung bei Instabilitäten der Wirbelsäule
  • Gipsbehandlung und Korsettbehandlung von Wirbelsäulenfrakturen, die keiner operativen Therapie bedürfen


Weitere fachliche Informationen finden Sie hier.
Bewerbungen richten Sie bitte an bewerbungen@hufeland.de.



Chefarzt

Dr. med. Wolf-Dieter Nagel

CA Dr. Nagel

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie; spezielle orthopädische Chirurgie; manuelle Medizin; Röntgendiagnostik - fachgebunden – im Gebiet Chirurgie (Skelett); Chirotherapie

Sekretariat

Ivonne Tippmann
Katy Dauphin

Telefon:
03601 41-1255
03601 41-1305

Fax:
03601 41-2100

E-Mail:
medizin.mhl@hufeland.de

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