Computertomographie des Herzens

Die koronare Herzerkrankung (KHK)

Die koronare Herzerkrankung ist eine Arteriosklerose von Herzkranzarterien, welche zur Verengung der Herzkranzgefäße und zu einem Herzinfarkt führen kann. Diese Erkrankung kommt in Industrienationen sehr häufig vor und führt allein in Deutschland zu 250.000 Herzinfarkten pro Jahr. An erster Stelle der Todesursache stehen dabei die Herzkreislauferkrankungen.

Durch einen erhöhten Blutdruck, hohe Blutfette (Cholesterin), Rauchen, Diabetes (Zuckerkrankheit), aber auch durch familiäre Belastung wird das Auftreten der koronaren Herzerkrankung gefördert.

Was ist die Computertomographie des Herzens?

Die Computertomographie des Herzens ist ein modernes röntgendiagnostisches Verfahren. Dadurch können bei hoher Auflösung und schneller Bildgebung Untersuchungen des Herzens und der Herzkranzgefäße durchgeführt werden. Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden und dauert nur wenige Minuten.

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Detaildarstellung des Herzens im 128-Zeilen-Computertomographen

In welchen Bereichen findet Computertomopraphie des Herzens Anwendung?

Die Computertomographie des Herzens hat zwei wesentliche klinische Anwendungen:

Koronarkalk

Durch die Computertomographie lassen sich kleinste Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen ("Koronarkalzifizierungen") sehr exakt nachweisen und auch mengenmäßig bestimmen. Da Kalkablagerungen ein sehr auffälliges Anzeichen für frühe Formen der koronaren Herzerkrankung sind, können durch eine Computertomographie frühzeitig Maßnahmen eingeleitet werden, um vor einem Infarkt oder einem Fortschreiten der Erkrankung zu schützen. Dies ist besonders bei bestimmten Patienten mit vorhandenen Risikofaktoren sinnvoll.

Die Computertomographie des Herzens ist bei entsprechender Indikation für den Patienten ein schnelles, nicht belastendes Verfahren, um das individuelle Risiko einer koronaren Herzerkrankung zu bestimmen.

Darstellung der Koronararterien

Die Untersuchung kann erweitert werden, um Herzkranzgefäße oder Bypassgefäße darzustellen und Engstellen zu erkennen. Hierzu muss Kontrastmittel in die Vene gespritzt werden, ein Herzkatheter ist nicht erforderlich. Auch diese Untersuchung kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Allerdings kann diese Untersuchung nicht in allen Fällen Bilder mit einer Qualität liefern, die eine Herzkatheteruntersuchung überflüssig machen.

Wer kann sich untersuchen lassen und was kostet diese Untersuchung?

Jeder Patient kann sich untersuchen lassen. Lediglich bei einer eventuellen Gabe von Kontrastmittel sind z. B. vorhandene und bekannte Allergien oder eine Nierenerkrankung zu beachten. Zur Untersuchung muss außerdem eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein. Wir beraten Sie gern, ob eine Untersuchung bei Ihnen sinnvoll ist.

Die Computertomographie des Herzens wird derzeit noch nicht allgemein von den Krankenkassen finanziert. Ein Erstattungsanspruch gegenüber Dritten (z. B. Krankenkasse, Krankenversicherung, Beihilfestellen, Berufsgenossenschaft) entfällt somit. Für die entstehenden Kosten müssen Sie in der Regel selbst aufkommen.

Was müssen Sie zur Untersuchung mitbringen?

Für die Computertomographie des Herzens ist es nützlich, z. B. Laborwerte wie Cholesterin und andere Blutfette oder das Ergebnis eines Belastungs-EKGs, falls diese Untersuchung bei Ihrem Arzt durchgeführt wurde, mitzubringen. Alternativ können die Untersuchungen auch bei uns vorgenommen werden. Ist bei Ihnen eine Koronar- oder Bypassdarstellung geplant, sollten Sie alle verfügbaren Unterlagen (z. B. Herzkatheterbefunde) mitbringen und zuvor Ihren Kreatinin-Wert (Nierenfunktion) sowie den TSH-Wert (Schilddrüsenfunktion) bestimmen lassen.

Wie erhalten Sie weitere Informationen bzw. wo können Sie einen Termin vereinbaren?

Nähere Informationen zur Computertomographie des Herzens erhalten Sie unter den
Telefonnummern: 03603 855-555.