Abteilung für orthopädische Rheumatologie


Standort Mühlhausen

Die Weiterbildungsermächtigung für die Fachrichtung Orthopädie und Unfallchirurgie beträgt 48 Monate (volle Weiterbildungsermächtigung) im Verbund mit Herrn Chefarzt Dr. med. Jens Moor (Standort Bad Langensalza).
Die Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzweiterbildung Orthopädische Rheumatologie beträgt 24 Monate.

Stationäre Behandlung

Die stationäre Patientenbehandlung erfolgt zur diagnostischen Abklärung und Therapie von degenerativen und entzündlich-rheumatischen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen. Neben der klinischen Untersuchung durch erfahrene Fachärzte können zur weiteren Abklärung umfangreiche laborchemische, radiologische, sonographische als auch Schnittbilduntersuchungen erforderlich sein, um eine mögliche Erkrankung des entzündlich-rheumatischen Formenkreises einzuordnen und die von der rheumatischen Erkrankung betroffenen Gelenke und Organe richtig behandeln zu können.

Nach Diagnosestellung erfolgt in Kooperation mit der internistischen Abteilung die medikamentöse Therapie der Erkrankung, die durch begleitende physikalische Therapiemaßnahmen unterstützt wird. Diese Therapiemaßnahmen sollen dazu dienen, die Krankheitsaktivität der rheumatischen Erkrankung zu kontrollieren, Gelenkdestruktionen zu vermeiden und dadurch Funktionseinschränkungen zu verhindern. Bei einer Vielzahl von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen bleiben jedoch trotz adäquater konservativer Therapiemaßnahmen Schwellungen an Gelenken und Sehnen bestehen, die dann zur Vermeidung von fortschreitenden entzündlichen Gelenk- und Sehnenzerstörungen operativ behandelt werden sollten. Unglücklicherweise kann es im Verlauf einer rheumatischen Erkrankung zu gravierenden Deformierungen der Hände und Füße sowie zu entzündungsbedingten Arthrosen der Gelenke kommen.

Zur Behandlung dieser rheumatischen Veränderungen kommen sowohl operative gelenkresezierende Verfahren als auch orthopädietechnische und orthopädieschuhtechnische Versorgungen in Frage. Zu den gelenkresezierenden Verfahren gehören die unten genannten endoprothetischen Gelenkersatzoperationen, die Versteifungsoperationen (Arthrodesen) und die Resektionsarthroplastiken, bei welchen ein Teil des Gelenkes entfernt und manchmal durch einen körpereigenen Platzhalter, z. B. Gelenkkapselgewebe, ersetzt wird (Resektionsinterpositionsarthroplastik).

Welche operative bzw. konservative Therapiemaßnahme zu welchem Zeitpunkt einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung sinnvoll ist, wird dem Patienten in einem ausführlichen fachärztlichen Gespräch erklärt.

Leistungsspektrum

Operative Therapie von degenerativ- und entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen:

  • präventive gelenkerhaltende Operationsverfahren an allen Gelenken (Artikulosynovektomien) zur Vermeidung von entzündungsbedingten Gelenkzerstörungen (arthroskopisch und offen); (Rheuma - schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates - Nr. e046)
  • präventive Eingriffe an entzündlich-veränderten Sehnen (Tenosynovektomien) zur Vermeidung von Rupturen
  • rekonstruktive Behandlung von Sehnenrupturen (Strecksehnen der Hand, Achillessehne, Quadrizepssehne)
  • Korrekturosteotomien an Oberschenkel- und Unterschenkelknochen zur Therapie von entzündlich- und degenerativ bedingten Kniegelenkveränderungen
  • komplexe rekonstruierende Eingriffe bei rheumatischen Vorfußdeformitäten
  • komplexe Eingriffe bei rheumatischen Rückfußdeformitäten (Gelenkversteifungen, Osteotomien, Sehnentransfer)
  • chirurgische Therapie der rheumatischen Handdeformität
  • gelenkresezierende Therapieverfahren an Ellenbogen-, Hand- und Großzehengrundgelenken
  • stadienabhängige operative Therapie von Knochennekrosen am Hüftkopf, am Kniegelenk und Schultergelenk
  • endoprothetische Gelenkersatzopationen an Hüftgelenken, Kniegelenken, Sprunggelenken, Schultergelenken, Fingergrundgelenken und Großzehengrundgelenk
  • Wechselendoprothetik nach Hüft- und Kniegelenkersatz
  • operative Behandlung von infizierten Gelenken und Knochen

Diagnostik und konservative Therapie von entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen:

  • diagnostische Abklärung und Therapie von Patienten mit Arthritissyndromen (in Zusammenarbeit mit der internistischen Abteilung im Klinikum)
  • Einleitung von adäquaten medikamentösen Therapiemaßnahmen nach Diagnosestellung (in Zusammenarbeit mit der internistischen Abteilung im Klinikum)
  • Schmerztherapie bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesiologie im Klinikum)
  • physikalische Therapie (Krankengymnastik, Massagetherapie, Elektrotherapie, Kältetherapie, Ergotherapie, Hydrotherapie, Funktionstraining im Wasser, Gangschulung) bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen (Gesundheit durch physiotherapeutische Maßnahmen - Nr. e058)
  • in Kooperation mit Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachermeistern Versorgung von Patienten mit Hand-, Fuß- oder Gelenkfehlstellungen
  • multimodale rheumatologische Komplexbehandlung (in Zusammenarbeit mit der internistischen und der physiotherapeutischen Abteilung im Klinikum)

Weitere fachliche Informationen finden Sie hier.

Chefarzt

Prof Dr. med. David Pfander
Facharzt für Orthopädie,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,
spezielle orthopädische Chirurgie,
Rheumatologie,
physikalische Therapie und Balneologie

Portrait CA Prof. Dr. Pfander

Sekretariat

Ivonne Tippmann
Katy Dauphin

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03601 41-1305

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