Operation


Standort Bad Langensalza

Um bestmögliche Heilungschancen von Darmkrebs zu erhalten, spielt die Operation eine zentrale Rolle.

  • Bei der Operation kommt es darauf an, den Darmkrebs komplett zu entfernen und außerdem die Lymphknotenstationen, in die die Krebszellen aus dem Tumor wandern könnten, mit zu entfernen.
  • Ein weiteres Ziel ist, dass nach der Entfernung eines erkrankten Darmabschnittes mit seinem Lymphabstromgebiet die Darmenden wieder vereinigt werden und somit die Kontinenz erhalten werden kann.
  • Wenn der Darmkrebs den aufsteigenden Dickdarm befällt, muss dieser gesamte Bereich einschließlich eines Teils des Dünndarms entfernt werden. Die neue Verbindung, die hergestellt wird, ist dann zwischen Krummdarm und Querdarm.
  • Sollte der Darmkrebs den Querdarm befallen, so muss der Querdarm entfernt werden. Sollte er mehr die rechte Seite des Querdarmes befallen, würde man den aufsteigenden Dickdarm mit entfernen. Die neue Verbindung wäre dann zwischen Krummdarm und absteigendem Dickdarm.
  • Bei Befall des absteigenden Dickdarmes oder des Sigmoids muss der betreffende Darmabschnitt entfernt werden. Die Passage wird durch eine neue Verbindung zwischen Querdarm und Sigmoid oder oberem Mastdarm hergestellt. In diesem Fall kann es notwendig sein, die Darmnaht vorübergehend zu entlasten. Zu diesem Zweck würde im rechten Unterbauch für einige Wochen ein künstlicher Darmausgang im Bereich des Krummdarmes angelegt werden.
  • Wenn die Krebserkrankung das mittlere oder untere Drittel des Mastdarmes befällt, kann es notwendig sein, den Mastdarm komplett zu entfernen, um alle Krebszellen zu beseitigen. In diesem Fall würde dann ein künstlicher Ausgang, der aus dem absteigenden Dickdarm gebildet wird, im linken Unterbauch dauerhaft angelegt werden.
  • Sollte die Krebserkrankung fortgeschritten sein und Teile von Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse oder anderen Organen befallen sein, so wäre die Teilentfernung der genannten Organe möglich, um den Krebs radikal aus dem Körper zu entfernen.
  • Sollten bei der ersten Operation oder später Absiedlungen (Metastasen) im Bereich der Leber oder anderswo gefunden werden, so ist es möglich, diese in einer weiteren Operation zu entfernen.
  • Es gibt noch weitere Methoden, diese Absiedlungen zu bekämpfen - zum Beispiel durch das Einbringen von Sonden über die Körperoberfläche, die zum Erhitzen und Verkochen der Metastasen führen oder die Anwendung von Chemotherapien.
  • In seltenen Fällen kann bei Mastdarmkrebs vor der Operation eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie notwendig sein, um den Tumor zu verkleinern und Voraussetzungen für eine Operation zu verbessern.
  • Sollte eine zusätzliche Chemotherapie notwendig sein, ist es günstig, eine Kapsel unter der Haut zu platzieren - ein so genanntes Portsystem.

Weitergehende Fragen und Probleme besprechen Sie bitte mit den behandelnden Ärzten.