Einer Tradition folgend werden auch in diesem Jahr aktuelle Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kardiologie im Hufeland Klinikum am Standort Bad Langensalza vorgestellt. Das Hauptaugenmerk wird in diesem Jahr auf den Erkrankungen der Aortenklappe (Schlagaderklappe) liegen. Es wird die Diagnostik der Aortenklappenerkrankung ausführlich besprochen, die auch in unserem Klinikum durchgeführt wird.
Bisher mussten sich die Patienten meist einer operativen Behandlung in einem spezialisierten herzchirurgischen Zentrum unterziehen. Um auch ältere und schwerkranke Patienten mit einer Aortenklappenerkrankung behandeln zu können, wurden in Deutschland spezielle Methoden entwickelt, die einen Herzklappenersatz über ein Gefäß in der Leiste beziehungsweise über die Herzspitze ermöglichen. Um diese Patienten optimal betreuen zu können, besteht in unserer Klinik eine Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Herr Privatdozent Dr. Dr. med. M. Ferrari konnte als ein Referent zu diesem Thema gewonnen werden, der einerseits persönlich über mehrere Jahre bestehende praktische Erfahrung verfügt und andererseits in den Leitlinienkommissionen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie verantwortlich tätig ist.
Alle Ärzte sind recht herzlich zum oben genannten Symposium am 27.01.2010 nach Bad Langensalza eingeladen. Wir wollen mit der Veranstaltung über diese sehr moderne und aktuelle Therapie umfassend informieren. Des Weiteren werden wir das Spektrum der Abteilung für Kardiologie der Hufeland Klinikum GmbH am Standort Bad Langensalza erläutert und insbesondere auf neue Methoden, die im letzten Jahr in der Klinik eingeführt wurden, eingegangen. Das betrifft einerseits die exakte Bestimmung von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen durch Ausmessung von Druckgradienten (Druckdrahtmessung) und andererseits die Einführung des intravasculären Ultraschalls. Mit dem intravasculären Ultraschall ist es jetzt an der Klinik möglich, bei Patienten, die sich einer Herzkatheteruntersuchung unterziehen, durch eine Ultraschalluntersuchung in den Herzkranzgefäßen Informationen über deren Erkrankungsgrad zu erzielen, die allein nur durch die Röntgenuntersuchung im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung nicht möglich sind. Außerdem kann somit zum Beispiel die exakte Anlage eines (medikamenten-beschichteten) Stents (Gefäßstütze) überprüft werden. Diese Methode führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Patientensicherheit im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung. Diese neue diagnostische Leistung kann ab sofort im Herzkatheterlabor der Klinik eingesetzt werden.
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