Begriffserklärung


Standort Mühlhausen

A:
Abdomen: Bauch
Absorption: Auch während Sie die Stomaversorgung tragen, sondert die Haut Feuchtigkeit ab. Daher ist es wichtig, dass Ihr Hautschutz die überschüssige Feuchtigkeit vollständig aufnimmt und dafür sorgt, dass die Haut trocken bleibt. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Versorgung sich nicht ablöst und keine Hautirritationen auftreten.
Anus: After
Adenom: Eine gutartige Neubildung aus Schleimhaut oder Drüsengewebe, kann generell jedes Organ betreffen, oft im Magen-Darm-Trakt als Polyp.
Adjuvant: unterstützend
Eine adjuvante Therapie wird eingeleitet, wenn der Tumor bereits erfolgreich entfernt ist und einem Rückfall, z. B. mithilfe der Chemotherapie, vorgebeugt werden soll.
Anämie: Blutarmut, Reduzierung der roten Blutkörperchen im Blut
Anamnese: Krankheits(vor)geschichte des Patienten
Anastomose: Nahtverbindung, z. B. von Darmenden nach der Entfernung eines Darmteils
Anus praeter: Stoma, künstlicher Darmausgang


B:
Benigne: gutartig
Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Körper, z. B. Schleimhautbiopsie


C:
Carcinoma in situ: Frühstadium einer Krebserkrankung
Chemotherapie: Medikamentöse Behandlung eines bösartigen Tumors mit Zytostatika.
Colitis ulcerosa: Chronische Entzündung der Dickdarmschleimhaut.
Computertomografie: Eine Computertomografie ist die rechnerbasierte Auswertung einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. Es handelt sich dabei um ein  schnittbildgebendes Verfahren.


D:
Darmepithel: Eine Zellschicht, die den Darm auskleidet
Darmspiegelung: Untersuchung der Darmschleimhaut mithilfe eines beweglichen Schlauches, an dem eine Kamera befestigt ist. Bei dieser Methode können auch kleine Gewebeproben entnommen werden.
Diagnose: Krankheitserkennung
Dudodenum: Zwölffingerdarm

E:
Endoskop: Instrument zur Spiegelung eines Hohlorgans, z. B. Darm, Magen etc.
Enterale Ernährung: Ernährung durch eine Sonde direkt in den Darm
Enzyme: Eiweißstoffe, die im Körper gebildet werden und biochemische Prozesse ermöglichen und beschleunigen können, z. B. Verdauungsenzyme.
Erosionsresistenz: Der Hautschutz wird durchgängig mit den Ausscheidungen des Stomas konfrontiert. Je länger Sie den Hautschutz tragen, umso stärker wird das Material hierdurch belastet.
Im ungünstigen Fall löst sich der Hautschutz langsam auf und die stomaumgebende Haut kommt mit den Ausscheidungen in Kontakt. Wenn ein Hautschutz trotz der hohen Belastung intakt bleibt, nennt man ihn erosionsresistent.
Exstirpation: Entfernung eines umschriebenen Gewebeteils


F:
Familiäre Polyposis: Ausbildung zahlreicher Dickdarmpolypen als familiär gehäufte Erkrankung.
Fistel: Eine nicht natürlich vorbestehende, röhren- oder röhrennetzartige Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und anderen Organen oder der Körperoberfläche.
Flexur: Biegung, Krümmung
Follikulitis: Entzündung des oberen (äußeren) Anteils eines Haarbalgs


G:
Gastroenterologie: Facharzt, der auf Krankheiten des Magen-Darm-Traktes und der angrenzenden Organe spezialisiert ist.
Gastroskopie: Magenspiegelung


H:
Haemoccult-Test: Methode,um nicht sichtbares Blut im Stuhl mittels „Testbriefchen“ nachzuweisen
Haemorrhoiden: Erweiterte Blutgefäße im Afterbereich
Hautschutz: Der Hautschutz ist der Teil Ihrer Stomaversorgung, der auf Ihrer Bauchdecke angebracht wird. Er gewährleistet, dass die Versorgung sicher anhaftet. Ein guter Hautschutz sorgt dafür, dass Sie sich jederzeit frei und unbeschwert bewegen können.
Hämatologie: Lehre von Krankheiten des Blutes sowie der blutbildenden Organe
Hernie: Lücke in der Bauchwand (entspricht einem Bruch)
Histologie: Lehre vom Aufbau biologischer Gewebe. Bei der histologischen Diagnostik werden Gewebeproben fixiert, angefärbt und unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen untersucht. Eine wichtige Funktion hat die histologische Untersuchung bei Erkennung bösartiger Zellen und Tumore, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.

I:
Inkontinenz: Unwillkürlicher Harn- oder Stuhlabgang


K:
Kanzerogen: Krebserregend, auch Karzinogen. Eine Wirkung, die die Entstehung von bösartigen Tumoren begünstigt.
Karzinom: Maligner (bösartiger) Tumor
Klysma: Darmeinlauf
Kolon: „Colon“ = Grimmdarm, Hauptbestandteil des Dickdarms, bestehend aus einem aufsteigenden Teil, einem Querteil, einem absteigenden Teil und dem Sigmakolon
Koloskop: Darmspiegel, Instrument zur Darmspiegelung
Kontinenz: Die Fähigkeit, die Harn- und Stuhlentleerung bewusst zu kontrollieren.
Kontraindikation: Grund, eine Maßnahme nicht durchzuführen
Konvexe Versorgung: „konvex“ = nach außen gewölbt. Eine konvexe Versorgung ist ein Hautschutz, der sich zum Stoma hin wölbt und hierdurch besonders gut für die Versorgung tief liegender Anlagen geeignet ist - zum Beispiel Stomata in Hautfalten, auf Narben oder auf Hautniveau. Die spezielle, flexible Wölbung sorgt für
optimale Anpassung an die Haut um das Stoma und schützt diese sicher vor dem Kontakt mit Ausscheidungen.
Krebs: Unkontrolliertes Wachstum von Körperzellen


L:
Lymphsystem: Netz von Lymphbahnen, das sich durch den gesamten Körper zieht und in dem die Lymphe (Lymphflüssigkeit) zirkuliert.
Im Lymphsystem werden Nährstoffe für Zellen und Gewebe transportiert. Ebenfalls gelangen so Lymphozyten (wichtige lmmunzellen) durch den Körper. ln den lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz) wird die Lymphe auf Krankheitserreger und Fremdstoffe kontrolliert.


M:
Maligne: Bösartig
Metastasen: Tumorabsiedlung, Tochtergeschwülste. Zellen von bösartigen Tumoren können sich abtrennen und über die Blut- und Lymphbahnen in andere Organe gelangen, dort bilden sie Metastasen.
MIC-Chirurgie: Bei einer minimal invasiven Operation entstehen nur kleinste Verletzungen der Haut und der Weichteile.
Morbus Crohn: Chronisch entzünliche Darmerkrankung, die den gesamten Verdauungstrakt befallen kann.

O:
Obstipation: Stuhlverstopfung
Okkultes Blut: Unsichtbare Blutspuren, die sich z. B. im Stuhl nachweisen lassen
Onkologie: Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Erforschung und Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen beschäftigt.


P:
Palliativ-Therapie: Eine Therapie, die lindernde Wirkung hat und auf die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität abzielt.
Parenterale Ernährung: Ernährung unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes direkt über die Blutbahn
Pathologie: Lehre von abnormen und krankhaften Veränderungen im menschlichen Organismus, insbesondere von den Ursachen sowie der Entstehung und Entwicklung von Krankheiten.
Peristomale Haut: Haut um das Stoma
Polyp: Schleimhautwucherung in Hohlorganen (z. B. Darm, Magen, Blase)
Polypektomie: Entfernung von Polypen während einer Darmspiegelung.
Proktitis: Mastdarmentzündung
Prolaps: Unnatürlicher Vorfall eines Organs oder eines Organteils durch eine bereits vorhandene Öffnung.
Psychoonkologie: Form der Psychologie, welche sich mit den psychischen und sozialen Bedingungen und Folgen von Krebserkrankungen befasst


R:
Radiologie: Lehre von Strahlen und ihrer medizinischen, diagnostischen und therapeutischen Anwendung.
Rektoskopie: Spiegeluntersuchung des Mastdarms
Rektum: Bezeichnung für den Mastdarm, Endstück des Dickdarms
Rezidiv: Rückfall. Wiederauftreten einer Erkrankung, z. B. einer Infektion oder eines Tumors nach zuerst erfolgreicher Behandlung. Von ernem Spätrezidiv spricht man, wenn der Tumor nach längerer Zeit, d. h. nach fünf oder mehr Jahren, erneut auftritt.


S:
Schlingenabtragung: Endoskopische - also ohne Operation mögliche - Abtragung von Darmpolypen mit einer Schlinge.
Sigmadarm: S-förmig geschlungener Teil des Dickdarms vor dem Übergang in den Mastdarm.
Sonografie: Ultraschalluntersuchung
Stenose: Verengung von Blutgefäßen oder Organen
Stoma: künstlicher Darmausgang
Strahlentherapie: Anwendung energiereicher Strahlen zur Therapie von Tumoren

T:
Tumor: Geschwulst, Schwellung - kann gutartig oder bösartig sein
Tumormarker: Stoffe, deren Laboranalyse eine Aussage über Vorliegen, Verlauf oder Prognose von bösartigen Tumorerkrankungen ermöglichen kann. Der wichtigste Tumormarker bei Darmkrebs ist das CEA (Carcinoembryonales Antigen).


U:
Ultraschall: Schallwellen mit einer Frequenz über etwa 20 kHz. ln der Medizin werden sie zur Wärmeerzeugung in Gewebe verwendet, zur Vernebelung von Arzneimitteln und insbesondere zur exakten Vermessung von Organen und Tumoren.


Z:
Zytostatika: Medikamente, die das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzellen direkt angreifen.