Zurück zur Übersicht 23.10.2023

Brustkrebs als wichtiges Thema bei den Mitarbeiterinnen des Landratsamtes

Chefarzt Dr. Steffen Liebers, Mitarbeiterin des LRA und Jan Lindermann, PJ-Student (v. l. n. r.) mit einem Brustmodell.

Während der Gesundheitswoche im Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis durfte Herr Dr. Steffen Liebers, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie am Standort Bad Langensalza über ein ernstes, aber wichtiges Thema sprechen – Brustkrebs. Diagnostik und Therapie am Brustzentrum des Hufeland Klinikums. Die interessierten Teilnehmerinnen des Mitmach-Vortrages kamen mit leichten Bauchschmerzen zum Vortrag. Während der Veranstaltung war es möglich, an täuschend echten Brustmodellen das richtige Ertasten zu üben. Etwa 13 von 100 Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – das bedeutet, rund jede achte Frau in Deutschland.

Ein wichtiger Hinweis für die Selbstuntersuchung ist der richtige Zeitpunkt, am besten nach der Regelblutung – z.B. unter der Dusche – beidseitig abtasten und die Brust halbjährlich einmal genau im Spiegel zu betrachten. Oftmals sieht man Brustkrebs an äußerlichen Veränderungen wie sogenannter „Orangenhaut“ oder neu auftretende eingefallene Brustwarzen. Der Vortrag zeigte außerdem die heute sehr guten Behandlungsmöglichkeiten und die hohen Überlebungschancen bei Früherkennung auf.

„Ich möchte eine Lanze brechen für meine niedergelassenen Kollegen:innen in den gynäkologischen Praxen. Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge bzw. nehmen Sie die Einladung des Mammographie-Screenings wahr.“, bittet Herr Chefarzt Dr. Liebers seine Zuhörerinnen.

Zum Glück steht das Verhältnis der auffälligen Tastbefunde bei 1:8. Das heißt nicht jeder Tastbefund ist gleich Brustkrebs. Es handelt sich viel häufiger um einen gutartigen Befund, wie z.B. eine Zyste, einen Bindegewebsknoten, ein Drüsenareal oder um eine Narbe.

Am Ende der anderthalbstündigen Veranstaltung waren die Frauen doch sehr erleichtert. Es beruhigt zu wissen, wie man sich im Fall eines auffälligen Befundes in der Brust verhalten soll und an wen man sich guten Gewissens wenden kann.