Zurück zur Übersicht 06.02.2026

Wie gefährlich eine Grippe sein kann – Hufeland Klinikum rettet 67-Jährige nach dramatischem Influenza-Verlauf

Ines Otto (Physiotherapeutin), Renate Wunderlich (Patientin) und Saskia Purwin (Physiotherapeutin) – v.l.n.r.

Es sind Geschichten wie diese, die den Klinikalltag so besonders machen. Eine 67-jährige Patientin hat nach vier kräftezehrenden Wochen auf der Intensivstation den Kampf um ihr Leben gewonnen. Heute blickt sie voller Dankbarkeit auf die Menschen zurück, die sie in ihren schweren Stunden begleitet haben.

Vom Infekt zum künstlichen Koma
Ihr Fall zeigt eindringlich, wie schnell aus einer vermeintlichen Influenza eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann. Was harmlos begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zu einer schweren Lungenentzündung. „Der Notarzt hätte keinen Tag später kommen dürfen“, erinnert sich die Patientin heute. Nach der Einlieferung folgten künstliche Beatmung, künstliches Koma und eine Trachealkanüle. Für die Angehörigen ein Schock: „Es überfordert einen schnell, wenn man einen geliebten Menschen an unzähligen Geräten sieht und plötzlich über Patientenverfügungen sprechen muss“, beschreibt der Sohn die Situation.

Lob für das gesamte Team – auch von den Angehörigen
Kurz vor ihrer Entlassung war es der Patientin ein Herzensanliegen, dem gesamten Team – von der Ärzteschaft über die Pflege und Therapeuten bis zur Küche – Danke zu sagen. Besonders beeindruckt habe sie die Ruhe, die das Personal selbst in Stresssituationen ausstrahlt. „Alle haben eine unglaubliche Ausstrahlung und immer ein Lächeln im Gesicht – egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit“, schwärmt sie.
Es sind die kleinen Dinge, die für sie nun das größte Glück bedeuten: Nach Wochen der Sondennahrung wieder den Geschmack von Kaffee oder Wackelpudding auf der Zunge zu spüren. „Es ist ein Geschenk, wieder schlucken zu können,“ sagt die Mühlhäuserin.

Appell zur Vorsorge
Die Familie möchte ihre Erfahrung nutzen, um andere zu sensibilisieren: Eine Grippe ist insbesondere für Senioren und Vorerkrankte gefährlich. Neben der Impfung sei vor allem das rechtzeitige Handeln entscheidend, lautet der Rat der Angehörigen.
„Während der letzten vier Wochen waren die Informationen aus dem Krankenhaus immer wohl dosiert und das Team hatte stets ein offenes Ohr für unsere Fragen“, so die Familie. „Wir bedanken uns herzlich bei allen beteiligten Mitarbeitern der Klinik, für Ihre fürsorgliche Betreuung, kompetente Behandlung, die offenen Worte, die klaren Zwischenziele und nächsten Schritte, vor allem aber für die wirklich tolle Pflege. Es tut gut zu wissen, dass es solche Menschen gibt! Das Hufeland bietet neben dem Kontakt vor Ort auch eine tägliche
Telefonsprechstunde zum Zustand der Intensivpatienten an. Die Verlegung zur Frühreha wurde automatisch durch den hauseigenen Sozialdienst organisiert, auch hier fanden wir immer hilfsbereite Ansprechpartnerinnen,“ so der Sohn unserer Patientin.

Das gesamte Klinikum wünscht der Patientin für ihre weitere Rehabilitation alles erdenklich Gute.